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Verschiedene Inhalationslösungen

Die Inhalation von Wasserdampf und Zusätzen ist eine beliebte Maßnahme bei Schnupfen, Husten, Grippe und Asthma. Entscheidend für die Wirkung ist neben der korrekten Anwendung vor allem die richtige Wahl der Inhalationslösung. Und diese ist in der Vielzahl der Möglichkeiten nicht immer einfach.

Salzlösungen

Inhalieren mit SalzEine der wohl beliebtesten Zusätze zur Inhalation ist Salz. Diese Form des Inhalierens wirkt befeuchtend und reinigend, kann bei Infekten und Asthma eingesetzt werden.  Salz ist in jedem Haushalt anzutreffen, dadurch kann die Lösung schnell selbst gemacht werden. Hierbei können aber leider auch zahlreiche Fehler unterlaufen.

So darf die Mischung aus Salz und Wasser keinesfalls zu hoch konzentriert sein. Neun bis maximal zehn Gramm Salz pro Liter Wasser sind ideal. Wird mehr Salz aufgelöst, wirkt die Inhalation nicht mehr befeuchtend, sondern austrocknend auf die Schleimhäute. Bei einer zu geringen Konzentration entfalten sich die positiven Effekte ebenfalls nicht.

Zudem kann Kochsalz ohne Jod zwar verwendet werden, besser ist jedoch der Einsatz von Meersalz. Und dieses findet sich durchaus nicht in jeder Küche.

Aufgrund der überaus sanften Wirkung der richtigen Inhalationsmischung von Wasser und Salz dürfen die Anwendungen bis zu jeweils 30 Minuten dauern.

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Tipp: Wer über keine Waage mit entsprechend detaillierter Skalierung verfügt, kann fertig portioniertes Salz in Apotheke und Drogerie finden. Hier sind auch spezielle Inhalationssalze erhältlich.

Pflanzliche Wirkstoffe für die Inhalation

fir tree essential oilNeben Salz sind auch pflanzliche Stoffe beliebte Zusätze für die Inhalation. Kamille, Salbei, Anis, Fichtennadeln, Latschenkiefer, Pfefferminze, Fenchel, Eukalyptus und Thymian können einzeln oder als Mischungen eingesetzt werden.

Je nach gewähltem Zusatz wirkt dieser beruhigend, schleimlösend, tötet Keime oder hemmt Entzündungen. Bei Husten und Bronchitis sind vor allem Fenchel und Thymian ideal. Alle anderen genannten Mittel können bei sämtlichen Erkältungssymptomen eingesetzt werden.

Obwohl pflanzliche Wirkstoffe allgemein als harmlos gelten, ist bei ihrer Verwendung Vorsicht geboten. Besteht eine Allergie oder wirkt der gewählte Zusatz während der Inhalation reizend, sollte die Behandlung sofort abgebrochen und das Mittel künftig gemieden werden.

Ätherische Öle oder Teeaufguss?

Die genannten pflanzlichen Wirkstoffe stehen wahlweise als ätherische Öle und Teeaufguss zur Verfügung. Obwohl es sich um das gleiche Mittel handelt, ist die Form des Zusatzes entscheidend für den Effekt und die empfohlene Länge der Inhalation.

Ätherische Öle und vorbereitete Lösungen sind generell intensiver in ihrer Wirkung. Das kann zu einem schnelleren Erfolg führen, jedoch auch stärker reizen. Empfindliche Menschen, Allergiker und Kinder sollten daher auf ein Dampfteilbad mit derlei Ölen verzichten. Zudem sollte diese Art der Zusätze nur vorsichtig dosiert werden. Je nach Konzentration reichen wenige Tropfen meist völlig aus. Die Inhalationsdauer sollte auf fünf bis maximal sieben Minuten beschränkt werden.

Der Aufguss aus getrockneten Blüten oder Blättern wirkt hingegen sanfter. Eine Überdosierung ist kaum möglich. Dennoch sollte die Anwendung weder in Häufigkeit noch Länge übertrieben werden. Zehn bis fünfzehn Minuten bis zu fünf Mal pro Tag sollten nicht überschritten werden.

Inhalationslösungen bei Allergien und Asthma

Asthmatiker und Allergiker können von regelmäßigen Inhalationen profitieren – müssen bei der Wahl der genannten Zusätze aber vorsichtig vorgehen.

Denn Wirkstoffe, die normalerweise für Linderung sorgen, könnten Anfälle auslösen oder die Schleimhäute reizen. Bei bestehenden Vorerkrankungen sollten geeignete Zusätze daher nur nach Absprache mit dem Arzt gewählt werden.

Zeigen sich Auffälligkeiten während oder kurz nach der Inhalation oder wird diese als unangenehm empfunden, sollte sie sofort abgebrochen werden.

Da die gewöhnliche Inhalation über einem Topf oder mit einem simplen Inhalator vergleichsweise große Wassertröpfchen erzeugt, werden Bronchien und Lungen nicht erreicht. Für eine gezielte Behandlung und die Vorbeugung von Anfällen empfehlen sich daher spezielle Vernebler. Diese produzieren so kleine Wassertropfen, dass Bronchien und Lungenflügel ebenfalls behandelt werden. Mithilfe dieser Geräte können auch verschriebene Medikamente effektiver verabreicht werden.

Abschwellende und krampflösende Mittel

Frau-vewendet-NasenspraySympathomimetika, wie abschwellende Medikamente ebenfalls genannt werden, finden sich in verschiedenen Darreichungsformen. Darunter auch Inhalationslösungen. Gemeinsam mit krampflösenden Wirkstoffen finden diese vor allem bei Bronchitis, chronischen Erkrankungen der Atemwege und schweren Infektionen Verwendung.
Aufgrund ihrer potenten Wirkung und der möglichen Nebenwirkungen sind entsprechende Mittel, wie Salbutamol, Ipratropiumbromid und Cromoglicinsäure, verschreibungspflichtig. Sie dürfen also nur bei diagnostiziertem Bedarf und mit ärztlicher Kontrolle angewendet werden.

Inhalation ohne Zusatz – Wasser als heilende Lösung

Erkältungen, Sinusitis, Bronchitis, akute oder chronische Erkrankungen der Atemwege – die Inhalation von purem Wasserdampf ist die schonendste Variante dieser Behandlung. Aber dennoch wirksam. Und selbst zur Vorbeugung von Infekten geeignet.

Das erhitzte Wasser steigt in Form von winzigen Tröpfchen auf. Werden diese eingeatmet, kommt es zu einer sanften Befeuchtung der Schleimhäute in Nase, Rachen und Luftröhre. Zäher Schleim wird verflüssigt bereits vorhandene Erreger können vom Körper leichter entfernt werden. Zudem hat der warme Wasserdampf eine anregende Wirkung auf die Durchblutung, was wiederum in einer gesteigerten Abwehr resultieren kann.

Selbst wenn nur Wasser als Inhalationslösung verwendet wird, sollte nach der Behandlung eine Ruhephase eingehalten werden. Vor allem wenn das Inhalieren über einem Topf oder einer Schüssel stattfindet, also der gesamte Kopf erwärmt wird.

Ob mit Zusatz oder purem Wasser, ganz klassisch über einem Topf oder mit einem Vernebler – das Inhalieren ist eine wirksame Anwendung für eine Vielzahl von Erkrankungen. Allerdings nur dann, wenn Zusätze passend ausgewählt und korrekt dosiert werden. Im Zweifelsfall und bei bestehenden Allergien oder chronischen Erkrankungen sollte daher im Vorfeld immer ein Arzt hinzugezogen werden.