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Inhalieren mit Salzwasser

Das Inhalieren mit Salzwasser ist kostengünstig, erfordert nur wenig Vorbereitung – hat aber zugleich zahlreiche Vorteile. Und das nicht nur bei Schnupfen und Erkältungen, sondern auch bei chronischen Erkrankungen.

Bei der richtigen Anwendung gilt es aber einiges zu beachten. So eignen sich weder alle Salzarten noch alle Konzentrationen für die Behandlung.

 

Welche Salzart wählen?

Inhalieren mit SalzwasserFür die Inhalation über Dampf oder durch Verneblung sollte möglichst unbehandeltes Salz benutzt werden. Jodiertes Kochsalz ist also ungeeignet. Ebenso wie Salze mit anderweitigen Zusätzen. Meersalz, Steinsalz oder spezielles Inhalationssalz kann hingegen problemlos eingesetzt werden. Und auch unjodiertes Speisesalz ist in einer wässrigen Lösung ideal als Inhalat.

Am Sichersten ist jedoch spezielles Inhalationssalz, das bereits portionsweise abgepackt ist. Für gewöhnlich entspricht dieses anderen Standards, ist sauberer aufbereitet und daher frei von Fremdstoffen. Diese fallen in der Küche vielleicht nicht auf und sind bei einer Aufnahme durch den Magen vollkommen ungefährlich – bei einem direkten Kontakt mit empfindlichen Schleimhäuten könnten sie jedoch zu Reizungen führen. Zudem entspricht der Inhalt der richtigen Menge für eine gesunde Lösung, die schleimhautschonend und befeuchtend wirkt.

Die Vorteile von Salzwasser

In der richtigen Konzentration wirkt Salzwasser in Form einer Inhalationslösung gleich mehrfach positiv auf die Schleimhäute ein.

Zu diesen Wirkungen zählen:

  • Befeuchtung
  • Schleimlösung
  • Desinfektion
  • Verflüssigung des Sekrets
  • Beruhigung
  • Anregung der Durchblutung

Aufgrund dieser vielfältigen Wirkungen ist Salzlösung als Inhalat für alle Erkrankungen der Atemwege geeignet.

Bei welchen Erkrankungen bringt Salzwasser eine Linderung?

Wie bereits erwähnt, eignet sich Salz sowohl für akute als auch chronische Erkrankungen der Atemwege.

Krankheiten im Überblick

  • Schnupfen
  • Erkältung
  • Akute und chronische Entzündungen der Nasennebenhöhlen und der Stirnhöhlen
  • Akute und chronische Bronchitis
  • Lungenentzündung
  • Allergien
  • Asthma bronchiale
  • Chronisch obstruktive Erkrankungen der Lunge, auch bekannt als COPD
  • Mukoviszidose
  • Andere Infektionen der Bronchien, Lunge, des Rachens, der Nase und des Mundraums

Die Effektivität der Behandlung richtet sich jedoch nach der genauen Art der Inhalation.

Salzwasser im Topf oder durch den Vernebler?

Wird Salz in warmem oder sogar heißem Wasser gelöst, befindet sich bei der gewöhnlichen, warmen Inhalation nur eine sehr geringe Menge Salz in dem Dampf. Zudem sind die Wassertröpfchen recht groß.

Damit ist diese Form der Behandlung ausreichend für Schnupfen, Entzündungen der Nebenhöhlen und Stirnhöhlen, Infektionen im Bereich des Mundes, Rachens und Halses. Auch bei Allergien, die sich auf die Schleimhäute der Augen und Nase auswirken, ist der bekannte Topf und ein übergeworfenes Handtuch genug.

Inhalieren mit SalzwasserAnders sieht es bei tiefer sitzenden Erkrankungen aus. Hier muss eine andere Form der Inhalation eingesetzt werden. Bewährt haben sich Inhalationsgeräte mit einer Verneblungsfunktion. Dabei werden Wasser und das darin gelöste Salz zu winzigen Tropfen vernebelt, die deutlich kleiner als die im normalen Wasserdampf sind. Durch die geringe Tröpfchengröße und die Aufnahme der Lösung über eine spezielle Maske, können Salz und Wasser tiefer entlang der Atemwege wandern. Dadurch werden nicht nur die Schleimhäute der Nase und des Mundes benetzt, sondern auch die der Bronchien und der Lungen.

Durch die Verneblung bleibt das Salz also nicht im Topf zurück, es wird stattdessen mit vernebelt und kann effektiver wirken. Daher ist auch nur eine sehr kleine Menge einer speziellen Inhalationslösung nötig. Diese sollte bei vielen Geräten möglichst nicht selbst gemischt werden.

Ratsam ist diese Form der Inhalation bei akuter und chronischer Bronchitis, bei Mukoviszidose, Lungenentzündung, Asthma bronchiale und chronisch obstruktiven Erkrankungen der Lunge.

Die richtige Mischung wählen

Die richtige Mischung entscheidet darüber, ob das Salzwasser befeuchtend wirkt, Schleimhäute befreit und beruhigt oder diese aber zusätzlich austrocknet. Als optimal hat sich eine 0,9%ige Konzentration erwiesen.  Um diese herzustellen müssen wahlweise 0,9Gramm in 100 Milliliter Wasser oder aber 9 Gramm in einem Liter Wasser aufgelöst werden. Diese Mengen lassen sich nur mit einer Briefwaage oder einer sehr genauen Küchenwaage abwiegen. Praktischer sind hier fertig portionierte Salzdosen spezieller Inhalationssalze, die in der Apotheke erhältlich sind. Häufig können diese ebenfalls als Spülungslösung verwendet werden.  Für die Verneblung gibt es wiederum bereits fertig gemischte Lösungen.

 

Salzwasser – als Inhalat und Spülung

Inhalieren mit SalzwasserDie Inhalation von Salzwasser vereint bereits mehrere Vorteile in sich, eine schnelle und gründliche Reinigung der Schleimhäute kann damit jedoch nur eingeschränkt bewirkt werden. Verschiedene Anbieter sind mit speziellen Kochsalzlösungen zum Inhalieren auf dem Markt vertreten.

Besonders bei einer Reizung der Atemwege durch Pollen oder andere Allergene, ist aber eben diese gründliche Reinigung wichtig für eine Linderung der Symptome. Gleiches gilt für infektiöse Erkrankungen. Eine Nasenspülung entfernt hier die Erreger und gibt dem Immunsystem des Körpers Gelegenheit, die Krankheit bei verminderter Keimzahl zu bekämpfen. Und auch festsitzende Entzündungen der Stirnhöhlen oder Nasennebenhöhlen lösen sich bei einer Spülung meist einfacher und schneller auf.

Auch hierzu eignet sich die Salzlösung in gleicher Konzentration wie bei der Inhalation. Vereinfacht wird die Anwendung durch eine Nasendusche aus weichem Kunststoff. An ein Nasenloch angesetzt, tritt das Wasser aus dem freien Nasenloch aus, löst dabei festsitzendes Sekret und schwemmt Reizstoffe sowie Keime heraus.

Schnupfen, Asthma oder Entzündungen des Zahnfleischs – Salzwasser als Inhalat und Spülungslösung wirkt sanft aber effektiv. Solange die richtige Konzentration beachtet und die passende Behandlungsform gewählt wird, sorgt Salz also für eine Linderung der Symptome und eine beschleunigte Heilung.