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Inhalieren bei Stirnhöhlenentzündung

Eine Stirnhöhlenentzündung oder Nasennebenhöhlenentzündung tritt häufiger auf, als geahnt. Viele Menschen bemerken akute Formen lediglich als hartnäckigen Schnupfen, der gar nicht abklingt oder zunächst kurz verschwindet, um wenige Tage später umso schwerer wieder aufzuflammen.

Neben einer medikamentösen Behandlung ist auch die altbewährte Inhalation bei einer Stirnhöhlenentzündung sinnvoll. Denn diese sorgt unter anderem dafür, dass festsitzendes Sekret besser abfließen kann. Die Art des Mittels und die Abfolge der Inhalation sind bei einer Entzündung der Nasennebenhöhlen jedoch entscheidend für den Erfolg der Behandlung.
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Die Inhalation bei Stirnhöhlenentzündungen richtig vorbereiten

Inhalieren bei Stirnhöhlenentzündung

Eine der Hauptursachen und zugleich ein Problem bei der Behandlung von Nasennebenhöhlenentzündungen ist der zugeschwollene Ablauf zwischen Stirnhöhlen und Nase. Ist dieser verschlossen oder durch Schwellungen eingeschränkt, kann vorhandenes Sekret nicht aus den Hohlräumen heraus fließen. Dadurch sammelt es sich in den Stirnhöhlen und wird zum Nährboden für Bakterien und Viren.  Wird nun schlicht inhaliert, kann meist keine ausreichende Wirkung erzielt werden.Daher ist es von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Behandlung, dass im Vorfeld ein abschwellendes Nasenspray benutzt wird. Etwa zehn bis zwanzig Minuten vor der Inhalation angewendet, gibt dieses den Schleimhäuten Zeit, die Öffnungen zu vergrößern. So vorbereitet können der Wasserdampf und das Inhalat besser in die Höhlen eindringen und gezielter wirken.

Welche Inhalate sollten bei einer Nasennebenhöhlenentzündung benutzt werden?

Für das Inhalieren bei einer Nasennebenhöhlenentzündung steht eine große Palette an Zusätzen zur Auswahl. Generell können ätherische Öle aber auch Salz und pures Wasser verwendet werden.

Mögliche Inhalate bei Nasennebenhöhlenentzündung:

  • Minze und Eukalyptus
  • Kamille
  • Fenchel
  • Salbei
  • Thymian
  • Unbehandeltes Salz (am besten in einer hypertonischen Lösung)
  • Wasser ohne Zusätze
  • Latschenkiefer
  • Fichtennadel
  • Lavendel
  • Ingwer

Alle genannten Mittel wirken befeuchtend auf die Schleimhäute und können dabei helfen, das Sekret zu verflüssigen und den Schleim zu lösen.  Kräuter und Salze wirken zudem abschwellend auf die Schleimhäute und abtötend auf die Keime. Sie können jeweils als ätherische Öle, frisch oder getrocknet eingesetzt werden. Die konzentrierten, ätherischen Öle haben dabei die stärkste Wirkung, sind aber mit Vorsicht einzusetzen.

Pari Sinus Inhalator - Nasennebenhöhlen

In unserem Bericht über den Pari Sinus Inhalator gehen wir auf seine besondere Eignung für die Anwendung bei Nebenhöhlenentzündungen ein. Durch seine Pulsation erreicht er die entsprechenden Bereiche erheblich besser als viele andere Produkte.

Tipp: Die Zusätze zu variieren zeigt erfahrungsgemäß einen größeren Erfolg bei der Behandlung.

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Wie oft und wie lange sollte bei einer Entzündung der Stirnhöhlen inhaliert werden?

Inhalieren bei Stirnhöhlenentzündung

Bei einer Stirnhöhlenentzündung sollten Betroffene täglich inhalieren. Fünf bis sechs Behandlungen sind ideal. Die Dauer der einzelnen Behandlungen richtet sich nach dem verwendeten Zusatz.  Wird lediglich Wasserdampf inhaliert, kann jede Sitzung eine halbe Stunde bemessen. Gleiches gilt bei Salzwasser. Bei frischen und getrockneten Kräutern sowie frischem Ingwer sollte die Dauer auf etwa 15 Minuten begrenzt werden. Sind ätherische Öle der gewählte Zusatz, reichen sieben bis zehn Minuten aus. Eine längere Inhalation dieser Stoffe könnte zur Reizung und dadurch zum erneuten Anschwellen der Schleimhäute führen. Diese bringt also nicht den gewünschten Effekt.

Nach der Inhalation stellt sich für gewöhnlich ein verstärkter Nasenfluss ein. Es muss häufig geschnäuzt werden, da das zuvor feste Sekret nun verflüssigt abfließen kann. Diese Wirkung ist gewünscht – also kein Grund zur Beunruhigung oder dem Abbrechen der Behandlung.

Welche Form der Inhalation ist bei einer Nasennebenhöhlenentzündung zu bevorzugen?

Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung baut sich häufig ein immenser Druck neben und über der Nase auf. Zu den Nasennebenhöhlenentzündungen gehört die Stirnhöhlenentzündung und die Kieferhöhlenentzündung.

Während man früher allgemein der Meinung war, dass von außen einwirkende – feuchte – Wärme ideal sei, insbesondere durch die Inhalation über einem Topf oder einer Schale, bei der der Dampf auch das gesamte Gesicht einhüllt, ist inzwischen klar, dass ein pulsierender Inhalator die beste Behandlung verspricht. Die Wärme des Dampfes über einem Topf kann den Schleim weder von außen noch durch das Einatmen lösen und ist zur Behandlung nicht wirklich geeignet. Außerdem wird hierbei oft zu heißes Wasser verwendet, so dass durch zu heiße Dämpfe die Schleimhäute gereizt werden. Zudem wird das Beugen des Kopfes aufgrund der gefüllten Stirnhöhlen oftmals als unangenehm oder sogar schmerzhaft empfunden. Auch wenn die Wärme über Kompressen zugeführt wird, können die Nasennebenhöhlen nicht erreicht werden.

Warum ist es so schwierig Nasennebenhöhlenentzündungen zu behandeln?

Die Stirnhöhlen und die Kieferhöhlen sind “Sackgassen” – haben also nur eine Öffnung. Anders als die vorderen Teile der Nase oder die Bronchien können sie also nicht durch das Atmen belüftet werden. Gerade wenn sich in den Höhlen Sekrete befinden bzw. die Nebenhöhlen entzündet sind (Sinusitis) kommt das Inhalat nicht mehr in die Höhlen und kann dort nicht helfen – egal ob Salzlösungen oder Medikamente inhaliert werden, oder ob das Inhalat heiß oder kalt ist. Auch das Nasenspray kommt hier nicht weit genug – es landet zum großen Teil im Rachen, um dann heruntergeschluckt zu werden.

In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass die Nasennebenhöhlen durch pulsierendes Aerosol erreicht werden können. Spezielle Inhalationsgeräte, z.B. das Pari Sinus, versetzen das vernebelte Inhalat (Aerosol) in Schwingungen, so dass der Wirkstoff (Salz oder Medikament) in einer hohen Konzentration in die Stirnhöhlen und in die Kieferhöhlen gelangt und dort helfen kann. Die Wirksamkeit der Pulsation auf die Nasennebenhöhlen wurde in verschiedenen Studien nachgewiesen und anhand von MRT-Aufnahmen belegt.

Bei der Inhalation mit Salz werden mit hypertonische Salzlösungen besonders gute Ergebnisse erreicht, da durch die osmotische Wirkung die Sekrete mobilisiert werden.

Einer Sinusitis vorbeugen

Zwar kann nicht jede Stirnhöhlenentzündung, oder Sinusitis – wie diese auch genannt werden – vermieden werden, der Mehrzahl lässt sich aber tatsächlich vorbeugen. Und auch hierbei spielt die Inhalation eine wichtige Rolle.

  • Erkältungen und auch Schnupfen richtig ausheilen. Zahlreiche Entzündungen der Nasennebenhöhlen entstehen aus einem verschleppten Schnupfen oder einer Erkältung, die nicht ausreichend kuriert wurde. Wer seinem Körper also schon bei leichten Infekten der oberen Atemwege Ruhe gönnt, gesund isst, viel trinkt und schläft und dazu mit abschwellenden und keimabtötenden Mitteln inhaliert – kann eine Ausbreitung der Erreger und damit eine Sinusitis vermeiden.
  • Allergiker, Asthmatiker und Menschen mit chronischen Erkrankungen sollten Nasenspülungen und Inhalationen regelmäßig – am besten täglich – durchführen. Auf diese Weise bleibt die Schleimhaut gut befeuchtet und wird ständig gereinigt.
  • In der kalten Jahreszeit ist die Raumluft meist reich an Keimen. Hiergegen helfen regelmäßiges und häufiges Lüften sowie ebenfalls abendliche Inhalationen und Nasenspülungen. Erreger werden so vor dem Nachtschlaf von den Schleimhäuten entfernt und haben weniger Gelegenheit, um sich auszubreiten und Erkrankungen hervorzurufen.

Natürlich ist auch eine insgesamt gesunde Lebensweise entscheidend für die Abwehr.

Das Inhalieren – ob ganz klassisch über einem Topf oder mithilfe eines Inhalators – kann bei einer Stirnhöhlenentzündung für schnelle Erleichterung und eine beschleunigte Heilung sorgen. Zeigt sich aber trotz regelmäßiger Behandlungen keine Besserung, muss ein Arzt aufgesucht werden.