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Inhalieren bei Erkältung

to sniffIm Winter leiden viele Menschen unter Erkältungen, beispielsweise Schnupfen, Husten etc. Doch es muss nicht sofort zu chemischen Mitteln gegriffen werden, denn vor allem bei den ersten Anzeichen der Erkältung können Inhalationen mit ätherischen Ölen oder Kräutern die Beschwerden effektiv lindern und dies ohne Nebenwirkungen.

Die Effekte durch das Inhalieren bei Erkältung

Das Inhalieren der heißen Dämpfe bewirkt in den Atemwegen wichtige heilsame Effekte, beispielsweise das Befeuchten der angegriffenen Schleimhäute und das Verflüssigen und Lockern der Sekrete, wodurch der Schleim leichter abtransportiert werden kann. Im Wasserdampf können die flüchtigen Substanzen der heilenden Kräuter durch den Mund und die Nase gut eingeatmet werden und insbesondere die Sekrete in der Nase, den Nebenhöhlen und Bronchien beseitigen. Schnupfen und Husten können auf diese Weise gelindert werden. Durch den Zusatz von pflanzlichen Wirkstoffen können diese positiven Effekte noch verstärkt werden. Gegen die verschiedenen Beschwerden bei grippalen Infekten wachsen viele Kräuter, die nachfolgend aufgeführt werden. Die Dauer und Häufigkeit der Inhalation hängt vom jeweiligen Zusatz ab. Mit Salz, Kamille, Salbei, Thymian sowie anderen Tee Sorten kann beispielsweise rund 10 Minuten inhaliert werden. Bei der Verwendung von ätherischen Ölen genügen 5 Minuten. Empfehlenswert ist eine Durchführung von 2 Mal täglich, bei Bedarf auch mehrmals. Der Kopf wird während der Inhalation mit einem Handtuch abgedeckt, damit der Dampf nicht entweichen kann. Dabei ist es wichtig, ruhig und entspannt durch den Mund ein- sowie durch die Nase wieder auszuatmen.

Die verschiedenen Möglichkeiten für eine Inhalation bei Erkältungen:

  • Salz: hilft bei Husten, Schnupfen sowie Hals- und Rachenentzündungen
  • Kamille: entzündungshemmend und keimtötend bei vielen Beschwerden
  • Salbei: keimtötend bei einer Mandelentzündung
  • Thymian: hilft bei einer Bronchitis sowie bei Keuch- und Krampfhusten, wirkt schleimlösend und desinfizierend
  • Ätherische Öle: schleimlösend, auswurffördernd, krampflösend und antibakteriell, Anwendung bei einem Husten, Schnupfen sowie Nebenhöhlen- und Mittelohrentzündungen

Inhalieren mit Salz

Inhalieren mit SalzDurch eine Inhalation mit Salz werden die gereizten Atemwege bei verschiedenen Erkältungskrankheiten wie Husten, Reizhusten, Schnupfen sowie Hals- und Rachenentzündungen befeuchtet. Das fest sitzende Sekret bei Husten, Schnupfen oder einer Nebenhöhlenentzündung wird verflüssigt und kann somit leichter abtransportiert werden. Durch die Inhalation mit Salz kann zudem vor möglichen Ansteckungen geschützt werden. Der Wasserdampf regt die Schleimbildung an. Dabei werden Gifte gebunden, die abgehustet werden können, wodurch eine Vorbeugung von Erkältungskrankheiten möglich ist. Die Inhalation kann zwei Mal täglich oder bei Bedarf auch häufiger 10 Minuten lang durchgeführt werden. Hierfür werden zwei 2 Esslöffel Koch- oder Meersalz mit 1,5 Liter kochendem Wasser übergossen.

Inhalationen mit Kamille

Das Inhalieren mit Kamille wirkt schleimhautheilend und antibakteriell und ist bei Husten, Schnupfen sowie Hals- und Rachenentzündungen gut geeignet. Für die Anwendung wird eine Handvoll Kamillenblütentee auf zwei Liter kochendes Wasser gegeben. Damit kann mehrmals täglich inhaliert werden.

Inhalieren mit Salbeitee

Salbeitee hat bei einem Husten, Schnupfen sowie Nebenhöhlen- und Mittelohrentzündungen
eine entzündungshemmende, schleimlösende, antibakterielle und antivirale Wirkung. Für die Inhalation werden zwei Esslöffel Salbeitee auf 1,5 Liter kochendes Wasser gegeben. Die Anwendung kann mehrmals täglich erfolgen.

Inhalation mit Thymian

Thymian wirkt bei einem Husten (auch krampfartig), Schnupfen, Nebenhöhlen-, Mittelohr-, Hals- und Rachenentzündungen schleim- und krampflösend. Für die Inhalation werden zwei 2 Esslöffel Thymiantee mit zwei Liter kochendem Wasser übergossen.

Inhalieren mit ätherischen Ölen

Ätherische Öle sind schleimlösend, auswurffördernd, krampflösend und antibakteriell. Sie können angewendet werden bei einem Husten, Schnupfen sowie bei Nebenhöhlen- und Mittelohrentzündungen. Am verträglichsten sind Salbei-, Thymian- und Lavendelöl. Auch Latschenkiefern-, Fichtennadel-, Edeltannennadel- und Eukalyptusöl eignen sich gut. Für die Inhalation werden zwei bis fünf Tropfen mit zwei Liter kochendem Wasser übergossen. Die Anwendung kann zwei Mal am Tag oder bei Bedarf häufiger erfolgen.

Fazit

Dies waren die Tipps, wie und womit am besten bei Erkältungen und den verschiedenen, damit verbundenen Beschwerden inhaliert werden kann. Es gibt zahlreiche Kräuter und ätherische Öle, die sich optimal dazu eignen, die Symptome zu lindern. Ein idealer Zeitpunkt für die Inhalationen ist der Morgen, da zu diesem Zeitpunkt die Verkrustungen in den Atemwegen am besten abgebaut werden können. Auch der Abend eignet sich gut, um dank der befreiten Atemwege besser einschlafen zu können. Sollte keine Besserung durch die Inhalationen auftreten, ist es ratsam, vor allem bei lang anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufzusuchen.